Karao

Eingebettet in die weite Ebene und umgeben von den Spuren mächtiger Elefanten liegt das wohl größte unserer Projekte- Karao. Die Straße nach Karao wird regelmäßig durch heftige Regengüsse zerstört, und so dringt man mit seinem Jeep nur mühsam bis zum Dorf vor.

Hier in Karao haben wir eine Grundschule gebaut, die zurzeit etwa 170 Schüler besuchen, Tendenz steigend. Zu Beginn unserer Arbeit gab es nur zwei Schulklassen, doch mittlerweile sind es sieben und jedes Jahr kommt eine neue Klasse dazu. Die Schule hat ihre eigene Küche, in der die Kinder jeden Tag eine warme Mahlzeit bekommen und sogar eine gemauerte Toilette. In den nächsten Monaten wird die Grundschule Karao die staatliche Anerkennung erlangen.

Das größte Problem in diesem Dorf aber ist das Wasser. Die nächste Wasserstelle ist etwa sechs bis sieben Kilometer entfernt und jeden Tag nehmen die Frauen des Dorfes den langen Weg auf sich, nur um einen Eimer frisches Wasser zu holen.

Mitte 2018 konnten wir nun, in Kooperation mit der World Bank endlich eine Wasserleitung bis nach Karao bauen und jetzt sprudelt das Wasser jeden Tag aus einem ganz normalen Wasserhahn. Dieser Umstand kann nun nachhaltig zum Wachstum und zur Entwicklung des Dorfes beitragen.

Das Projekt in Karao begann 2012 mit der Unterstützung einiger internationaler Partner, doch bis heute tragen wir 80% der Unkosten der Schule. Unsere Vision für die Zukunft in Karao wäre eine selbstständig laufende Landwirtschaft. Wir haben dort ein großes Grundstück von über 24 Hektar Land erhalten, von dem etwa die Hälfte für die landwirtschaftliche Bebauung geeignet ist. Aber dafür bräuchten wir noch mehr Helfer.

Weiterhin soll sich die Schule eines Tages selbst tragen. Dazu ist eine schuleigene Mühle in Planung, sowie ein Geschäft, in dem Schüler und Dorfbewohner einkaufen können.

Ein großes Anliegen ist auch die Errichtung eines Wohnheims für die Schülerinnen und Schüler, denn der Weg, den die Kinder aus den umliegenden Dörfern jeden Tag zur Schule gehen müssen, ist weit und gefährlich. Oft kommen sie deshalb zu spät oder gar nicht zum Unterricht.

Nach und nach wird der Unterricht jetzt auch auf Englisch umgestellt, wodurch sich die Chancen der Schülerinnen und Schüler enorm verbessern. Die moderne Multimediaausstattung wird weiter ausgebaut- die Kinder sollen englische Muttersprachler hören und verstehen lernen. Lautsprecher, Beamer und Computer zum Abspielen von Tondateien sind teilweise schon vorhanden und werden in nächster Zeit weiter ergänzt.